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Die Orgel der Apostelkirche

Die Orgel der Firma Jehmlich in Dresden aus dem Jahr 1977
Die Orgel der Firma Jehmlich in Dresden aus dem Jahr 1977

Den Auftrag zum Neubau einer großen, auch konzertfähigen Orgel für die neue Apostelkirche erhielt die Firma Jehmlich in Dresden, damals noch VEB Orgelbau Jehmlich, die seit vielen Jahren die Restaurierung und Pflege der sächsischen Silbermann-Orgeln durchführt und sich der Tradition der vollmechanischen Schleifladentraktur des deutschen Orgelbaus verpflichtet weiß. Interessiert an Aufträgen aus dem westlichen Ausland konnte diese Firma ein ausgesprochen gutes Angebot machen – dieser Tatsache verdanken wir die für einen relativ kleinen Kirchenraum recht große Registeranzahl (Baujahr 1977, zwei Manuale + Pedal, 25 Register).

Jedes Werk hat seinen eigenen, fast vollständig aufgebauten Prinzipalchor mit norddeutsch barocker Klangprägung, dazu einen Weitchor mit unterschiedlichen Flötenregistern, die sich zu verschiedenen Solostimmen kombinieren lassen. Natürlich fehlt auch nicht der Zungenchor, der mit der 16'-Posaune im Bass ein gutes Fundament bietet, der 4'-Clarine im Pedal die Möglichkeiten des cantus-firmus-Spiels erweitert und je einem Zungenregister in den Manualen (Trompete 8' und Frz. Oboe 8') abgerundet wird.

 

Der Spieltisch der Orgel
Der Spieltisch der Orgel

So ist die Orgel durch die geschickte Disposition und ihre gelungene, der Akustik angepasste Intonation in der Lage, alle gottesdienstlichen Aufgaben abwechslungsreich zu erfüllen.

 

Mit der Entwidmung der Apostelkirche am 08.02.2012 steht der Gemeinde dieses Instrument nicht mehr zur Verfügung.

 

Außer der Orgel verfügten die Musikschaffenden an der Apostelkirche über ein zweimanualiges Cembalo. Dieses kam sowohl als Continuo-Begleitung bei barocken Chorwerken zum Einsatz, als auch solistisch, wie etwa bei der regelmäßig im September stattfindenden Kammermusik unter Leitung von Christine Köster.