Direkt zum Inhalt der Webseite springen

Die Geschichte unserer Kirchengemeinde


Vom Strukturwandel im Ruhrgebiet maßgeblich geprägt

Die Evangelische Kirchengemeinde Querenburg hat noch keine lange Geschichte. Erst am 1.Januar 1967 wurde sie selbstständig. Der zweite und dritte Pfarrbezirk der untergangenen Kirchengemeinde Ümmingen mit seinen Pfarrern Dieter Rübesam (Pfarrer in Ümmingen seit dem 20.12.1964) und Günther Waschk (in dieser Pfarrstelle seit dem 20.9.1955) wurden damals ausgepfarrt und zu den 1. und 2. Querenburger Pfarrbezirken.

1970 kamen aus der Petri-Gemeinde die Pfarrbezirke 3 (Thomaszentrum im Ortsteil Steinkuhl) und 4 (Baumhofzentrum im Ortsteil Brenschede/Wiemelhausen) nach Querenburg, so dass sich die Gemeinde nun am südlichen Bochumer Stadtrand die Universität einschließend von Ost nach West erstreckte. Die Universitätsrahmenstadt hatte eine völlige Neukonstruktion kirchlichen Lebens in vier selbständigen Pfarrbezirken mit sich gebracht.

Der 4. Pfarrbezirk Baumhof wurde zu einem großen Teil am 1. Januar 2006 der Evangelischen Petri-Kirchengemeinde Bochum zugeschlagen. Die Urkunde, die das Landeskirchenamt dazu ausgegeben hatte, war an vielen Stellen fehlerhaft und wurde im Amtsblatt vom 30.11.2006 korrigiert. Damit hatte Querenburg nur noch drei Pfarrbezirke.

Am 1. März 2008 änderte sich durch die Aufhebung der vormals 1. Pfarrstelle und den Weggang der Pfarrerinnen Sonneborn und Wefers mit einem Schlag die gesamte Querenburger Pfarrlandschaft erneut. Das Thomaszentrum mit seiner halben - vakanten - Pfarrstelle wurde zum 1. Pfarrbezirk.

1. Querenburger Pfarrbezirk (Thomaszentrum in Steinkuhl):
Auf Hans Martin Thimme (seit dem 1.6.1999 im Ruhestand in Münster) folgten Dr. Johannes Degen (später an verschiedenen Leitungsstellen in der Diakonie (Kaiserswerth, Hephata) tätig (seit 2007 im Ruhestand) und Ulrich Kosfeld (seit 1.5.1994 im Ruhestand). Pfarrerin Anja und Pfarrer Jörg Sonneborn teilten sich die Pfarrstelle am Thomaszentrum seit dem 19.3.1995. Am 15.11.2003 übernahm Pfarrer Jörg Sonneborn eine Pfarrstelle in Bochum-Hiltrop, bewohnte aber das Pfarrhaus in Steinkuhl weiterhin mit seiner Frau, die seit diesem Zeitpunkt zusammen mit den Amtsgeschwistern aus den beiden anderen Bezirken die vakante halbe Pfarrstelle von Pfarrer Jörg Sonneborn verwaltete. 2007 wurde dann diese Pfarrstelle eingezogen. Bis zum 29.2.2008 versah Anja Sonneborn weiterhin ihren Dienst und wechselte dann zum 1.3.2008 als Seelsorgerin in den Kirchenkreis Recklinghausen.
Der Pfarrbezirk wurde vom Landeskirchenamt umbenannt in "1. Pfarrbezirk - (Eingeschränkter Dienst 50%)".
Am 15.02.2015 übernahm Frau Pfarrerin Adelheid Neserke diese Pfarrstelle.

2. Querenburger Pfarrbezirk (Apostelkirche im Kirchenforum/Unicenter):
Pfarrer Günther Waschk, ursprünglich Pfarrer der Gemeinde Ümmingen blieb nach der Bildung der Querenburger Kirchengemeinde als Pfarrer des 2. Pfarrbezirks bis zum Eintritt in den Ruhestand mit Ablauf des 31.8.1986. Seine Nachfolge trat Pfarrer Michael Wuschka einen Tag später am 1.9.1986 an.
Seine ruhestandbedingte Entpflichtung erfolgte am 27.12.2015.
Am 1.1.2016 trat Pfarrer Christian Zimmer die Nachfolge an.

Seelsorgebezirk (Hustadt):
Bis zum 29.2.2008 war dieser Seelsorgebezirk ein eigener Pfarrbezirk (nummeriert als 1. Pfarrbezirk) der Querenburger Gemeinde. Erster Pfarrer war Pfarrer Dieter Rübesam, der schon bald nach Dortmund wechselte (Ruhestand seit 01.09.1986). Ihm folgte als Pfarrer am Hustadtzentrum Siegfried Bülow ab dem 29.8.1971. Er trat am 1.2.1997 in den Ruhestand. Nach genau sechs Monaten Vakanz übernahm zum 1.8.1997 Pfarrerin Renate Wefers die Arbeit in diesem Pfarrbezirk. Seit 1.3.2008 ist Pfarrerin Renate Wefers Gemeindepfarrerin der Kirchengemeinde Uffeln (Kirchenkreis Vlotho). Auch diese Pfarrstelle wurde durch das Landeskirchenamt eingezogen.

Seit dem 1. Januar 2006 gehört der vierte Pfarrbezirk, das Baumhofzentrum, nicht mehr zur Kirchengemeinde Querenburg sondern zur Kirchengemeinde Petri in Wiemelhausen.

Die Gemeinde Ümmingen existiert nicht mehr. Ihr 1. Pfarrbezirk wurde zur Evangelischen Kirchengemeinde Bochum-Laer ausgepfarrt. Die Ümminger Kirche wurde am 27.1.1975 abgerissen. Dieses Schicksal teilte sie mit der bereits 1971 abgerissenen Apostelkirche in Querenburg. Durch den Neubau der Universität passte das kleine dörfliche Kirchlein nicht mehr zwischen die Betonsilos des Unicenters. Obwohl der Grundstein zu dieser Kirche erst am 4.11.1956 gelegt worden war, musste diese Kirche der neuen Entwicklung weichen. Eine ökumenische Lösung wurde gefunden: Das Kirchenforum wurde errichtet. Dass vier Gemeinden unter einem Dach leben, ist eine Besonderheit auch in der Gruppe der Ökumenischen Zentren, die es in der Bundesrepublik gibt.

Die äußere Entwicklung der Kirchengemeinde Querenburg in den zurückliegenden fünfunddreißig Jahren ist nur zu verstehen auf dem Hintergrund des Strukturwandels, der im Ruhrgebiet vollzogen wurden. Zechen schlossen auch auf Querenburger Gebiet. An ihrer Stelle siedelten sich neue große Arbeitgeber an: die Ruhr-Universität und die Adam Opel AG. (Literaturhinweis: Wolfgang Werbeck Ümmingen. Geschichte einer untergegangenen Kirchengemeinde, Bochum 1994).

Das Hustadtzentrum


Hustadtzentrum

Am 31. Mai 1971 wurde das Evangelische Hustadtzentrum in einem festlichen Gottesdienst eingeweiht. Es war das erste von vier Gemeindezentren in der Evangelischen Kirchengemeinde Querenburg. Die einladend familiäre Gestaltung des gesamten Raumangebotes ist ein besonderes Merkmal dieses Hauses der Begegnung. Das Zentrum steht inmitten eines von Hochhäusern umgebenen Wohngebietes, das in nur wenigen Jahren hier aus dem Boden geschossen ist.

Von der äußeren Gestaltung her vermutet man kaum ein „kirchliches" Haus, viel weniger eine typische Kirche. Und doch findet man beides in diesem Gebäudekomplex vor. Das zweigeschossige Haus weist eine Vielzahl von Räumen auf, die in verschiedenen Größen den Ansprüchen einer bevölkerungsstarken Gemeinde genügen.

Hustadtzentrum

Nicht nur einen architektonischen, sondern auch einen optischen Mittelpunkt bildet der Kirchraum im Obergeschoß, der fast 200 Personen Platz bietet. Dieser Gottesdienstraum wird beherrscht von einem Altarbild und einem neuen, im Jahre 1984 in Dienst genommenen, großen Altartisch aus massivem Holz. Die Taufschale und die Abendmahlsgeräte stammen aus einer bekannten Töpferei, die in Querenburg ihreWerkstatt hat. Ein Kugelpanorama ist von der Mitte des Raumes aufgenommen worden und erlaubt den Blick in alle Richtungen.

Hustadtzentrum

Ein Foyer mit Küche, ein Kaminzimmer und ein Gesprächsraum bilden die weiteren Räumlichkeiten im Obergeschoss, das Untergeschoss ist in einen großen und in mehrere kleine Räume aufgeteilt. Hier finden der kirchliche Unterricht und die Jugendarbeit statt.

Hustadtzentrum

An den Hauptteil des eigentlichen Gemeindezentrums, mit seinem für die Hustadt typischen Flachdach, schließt sich nahtlos der zweigeschossige Kindergarten an, auf dem auch die kleine Glocke des Gemeindezentrums angebracht ist.
Eine große grüne Wiese, die noch zum Kirchgelände gehört, zeugt davon, dass das Hustadtzentrum auf dem Grundstück eines ehemaligen Querenburger Bauernhofes steht.



Die Apostelkirche (am 8.2.2012 entwidmet)  im Kirchenforum / Unicenter - Pfarrbezirk II

Apostelkirche

Die Entstehung der Ruhr-Universität hat auch das kirchliche Leben in den Ortsteilen Querenburg und Wiemelhausen stark mitgeprägt. Gemeindestrukturen wurden verändert. Die erst 1957 eingeweihte Apostelkirche der Gemeinde Querenburg musste im Sommer 1971 dem Straßenbau weichen. Der Aufbau einer Universitätsrahmenstadt mit Hunderten neuer Wohnungen erforderte den Bau neuer kirchlicher Versammlungsräume. So entstanden in Querenburg vier ganz neue Gemeindezentren, die Predigtstätte und Gruppenräume für die Gemeindekreise unter einem Dach vereinigen.

Apostelkirche

Jüngstes Zentrum ist das Kirchenforum im Neuen Zentrum Querenburg. Es wurde 1975 eröffnet. Die Besonderheit dieses Gebäudes liegt darin, dass hier die evangelische und die katholische Kirche gemeinsame Eigentümer sind. Auf dem Grundstein für das Kirchenforum steht die Inschrift: „Dass alle eins seien" (Joh. 17,21). Einigkeit der Christen im Glauben - das symbolisiert das Querenburger Kirchenforum. In ihm sind die evangelische und die katholische Ortsgemeinde sowie die Studentengemeinden beider Kirchen untergebracht.

Die größere evangelische Kirche ist über eine kleinere katholische Unterkirche gebaut. Bei Bedarf haben beide Gemeinden das Recht, die anderen Räumlichkeiten mitzubenutzen. Optimale Möglichkeiten zur Begegnung und zum gemeinsamen Zeugnis der Christen aus beiden Konfessionen sind durch ein großes, reich gegliedertes Forum gegeben. Alle Gebäudeteile sind um dieses Forum angeordnet. Dazu gehören neben den Kirchen die Versammlungsräume der Gemeinde, ein Kindergarten, Pfarrwohnungen, Sekretariate und Studentenwohnungen.

Apostelkirche

Die evangelische Kirche, sie trägt weiter den Namen Apostelkirche, bietet einen Ort der Sammlung und der Stille inmitten aller Betriebsamkeit des Unicenters mit seinen Geschäften, Restaurants und Terrassenhochhäusern. Trotz der modernen Baumaterialien wie Sichtbeton und weißer Ziegelstein umfängt den Gottesdienstbesucher eine warme Atmosphäre. Das wird erreicht durch die reiche Holzverkleidung und das von oben einfallende Licht in die Kirche. Von allen Plätzen wird der Blick auf den schlichten Altar gelenkt. Einen Rundumblick erlaubt das Kugelpanorama.

Atrium im Kirchenforum

Neben den Gottesdiensten finden in der Apostelkirche auch gern besuchte Kirchenmusiken statt. Die neue Orgel wurde von der Orgelbaufirma Gebr. Jehmlich aus Dresden aufgestellt. Sie konnte am Himmelfahrtstag des Jahres 1977 eingeweiht werden.
Die Apostelkirche ist für die Ruhr-Universität auch evangelische Universitätskirche. Während der Vorlesungszeit feiern wir jeden Monat Universitätsgottesdienst jeweils dienstags um 18.15 Uhr.





Das Thomaszentrum in Steinkuhl - Pfarrbezirk I


Thomaszentrum

Fährt man von Bochum über die Universitätsstraße in Richtung Querenburg, so sieht man schon von weitem hohe Terrassenhäuser. Tausende von Menschen haben in dichtester Wohnbebauung eine neue Heimat gefunden.
Zwischen einer 50 Jahre alten Siedlung aus Eigenheimen mit viel Grün und der neuen Universitätsrahmenstadt liegt das Thomaszentrum. Es ist kirchlicher Mittelpunkt für den dritten Pfarrbezirk der Kirchengemeinde Querenburg.

Thomaszentrum

In einem Gebäude sind hier Gottesdienstraum und Gemeinderäume vereinigt. Durch Faltwände lässt sich die Größe der Räume verändern. Auch der große Gottesdienstraum kann so in eine kleine Andachtskapelle umgewandelt werden, in deren Mitte der aus einer runden Metallplatte gearbeitete Altar steht. Der Altar ist Zeichen der Nähe Gottes und Jesu Christi unter den Menschen. Das kommt besonders stark bei den Abendmahlsfeiern zum Ausdruck. Er bildet dann auch die räumliche Mitte für die Abendmahlsgemeinde. Ein Kugelpanorama erlaubt den virtuellen Rundumblick.

Thomaszentrum

Das Thomaszentrum wurde nach einem ganz neuen Baukonzept für kirchliche Gebäude errichtet. Durch die Entwicklung der Ruhr-Universität und die Errichtung riesiger Wohnsiedlungen ohne gewachsene Begegnungsstätten sollte es auch soziale Aufgaben erfüllen. Hinzu kommt die unmittelbare Nachbarschaft des Ökumenischen Studienwerks, in dem mehr als 100 ausländische Studierende und ihre Familien untergebracht sind.

Thomaszentrum

Die Aufgabe bei der Planung des Thomaszentrums bestand nicht darin, einen Ableger kirchlicher Tradition zu gründen, sondern vielmehr Arbeitsräume für die Regsamkeit einer jungen Gemeinde zu schaffen. Das bedeutete, dass eine starre räumliche Trennung von traditionellem Gottesdienstraum und Gemeindehaus nicht beibehalten werden konnte.
Der Gottesdienstraum ist offen für die gesamte Gemeinde mit den verschiedenen
Arbeitsformen.

Thomaszentrum

Optisch kommt das darin zum Ausdruck, dass große Fenster auf einer Längsseite den Blick von draußen ins Innere und umgekehrt zulassen.
Das kirchliche Gebäude am Tor zur Universität ist äußerlich durch ein einfaches Kreuz aus Stahlrohr als christliches Begegnungszentrum erkennbar. Es trägt den Namen des Jüngers Thomas mit dem Beinamen „der Ungläubige".
Durch die Begegnung mit dem auferstandenen Christus kam auch jener zu einem frohgemuten Glauben. So soll es allen gehen, die im Thomaszentrum lebendige Begegnung mit der christlichen Gemeinde suchen.



Anschriften, Kontakt- und Unterstützungsmöglichkeiten


Kindertagesstätten
- Auf dem Backenberg 6 Tel. 70 29 19
- Thomaszentrum Girondelle 82 a Tel. 38 28 57

Diakoniestation Tel. 50 70 20

Kleiderkammern
- Flüchtlingswohnheim Laerholzstr. 125 über Tel. 70 28 17
- Thomaszentrum über Tel. 38 23 36

Friedhofsamt 9 78 99 27

Ökumenische Flüchtlingshilfe Querenburg über Tel. 70 65 13

Evangelische Studierenden-Gemeinde (ESG) Tel. 70 20 06

Studentenmission in Deutschland (SMD) über info@smd-bochum.de

Beratungszentrum für Ehe-, Erziehungs- und Lebensfragen Tel. 9 77 44 11

Telefonseelsorge Tel. 0800 / 111 0 111 Tel. 0800 / 111 0 222 (kostenlos)

Pfarrbezirk I Steinkuhl
Spendenkonto Sparkasse Bochum (BLZ 430 500 01) Kto.-Nr. 33.413.766


Pfarrbezirk II Querenburg

Spendenkonto Sparkasse Bochum (BLZ 430 500 01) Kto.-Nr. 133.175.554
Stichworte Bauunterhaltung Kirchenforum, Flüchtlingsarbeit, Musikpatenschaft

Hustadtzentrum
Spendenkonto Sparkasse Bochum (BLZ 430 500 01) Kto.-Nr. 29.402.229
Stichworte Singekreis Hustadt, Diakonie, Hustadtzentrum